Hypnose bei Depression – zurück ins Leben mit Hilfe der Hypnosetherapie (in Wetzikon)
Wie man mit Hypnose aus einer Depression herausfindet
2. Februar 2026 | Hypnose bei Depression
Die Hypnosetherapie ist eine therapeutische Methode, bei der durch einen Zustand tiefer Entspannung unbewusste Blockaden, innere Konflikte und belastende Emotionen zugänglich gemacht und bearbeitet werden können. Sie eignet sich daher auch für Menschen, die unter Depressionen leiden.
Während der Hypnose bleibt der Klient oder die Klientin jederzeit bei vollem Bewusstsein und aktiv in den therapeutischen Prozess eingebunden. Diese aktive Mitarbeit ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Therapie. Entscheidend ist, dass die betroffene Person den aufrichtigen Wunsch nach Veränderung verspürt und bereit ist, sich den inneren Faktoren zuzuwenden, die diese Veränderung bislang verhindert haben.
Was ist eine Depression?
Der Begriff «Depression» bezeichnet eine Gruppe von psychischen und körperlichen Beschwerden. Dazu gehören unter anderem:
- Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit
- Antriebslosigkeit und chronische Müdigkeit
- Ängste
- Schlafstörungen
- Herzrasen und innere Unruhe
- Appetitlosigkeit
- Interessen- und Freudlosigkeit
- Rückzug und Abschottung
Menschen mit Depressionen ziehen sich häufig zurück und schotten sich von ihrer Umwelt ab. Sie werden von Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen geplagt. Gleichzeitig fällt es ihnen schwer, die Welt in ihrer Lebendigkeit, Unvollkommenheit und Menschlichkeit zu ertragen. Auch die Fehlerhaftigkeit ihrer Mitmenschen wird als belastend erlebt.
Psychische Ursachen von Depressionen
Depressive Menschen leiden oft unter einem nicht erfüllbaren Perfektionsanspruch. Dieser richtet sich vor allem gegen sie selbst und führt dazu, dass sie ständig bemüht sind, keine Fehler zu machen. Daraus entstehen übermässige Korrektheit, hoher Leistungsdruck und ein bis zur Erschöpfung führender Fleiss. Dieser dauerhafte innere Stress kann langfristig in ein Burnout und schliesslich in eine Depression münden.
Wird die Depression stärker, kann sie zu einem Rückzug aus dem Leben führen. In dieser Abschottung glaubt der depressive Mensch eine Lösung zu finden: Wenn er sich zurückzieht, kann er keine Fehler mehr machen und muss sich nicht mit seiner Unzulänglichkeit auseinandersetzen.
Da sich gedankliche Vorstellungen immer nach innen und aussen auswirken, betrachtet der depressive Mensch auch sein Umfeld durch die verzerrende Brille des Perfektionismus. Dies führt zu einer anklagenden Art gegenüber Mitmenschen, die Fehler gemacht haben. Schnell kommen aus seinem Munde Schuldzuweisungen und ständig registriert er auch den kleinsten Fehler seiner Mitmenschen. Der nach aussen gerichtete Perfektionismus manifestiert sich im Alltag häufig als Rechthaberei und Schuldzuweisungen.
Auswirkungen von Depressionen auf das Verhalten
Der innere Perfektionsanspruch kann sich in folgenden Verhaltensmustern zeigen:
- ständige Unsicherheit und Selbstvorwürfe
- Schwierigkeiten, sich angemessen zu entschuldigen, oder das Bedürfnis, sich ständig zu entschuldigen
- häufige Schuldzuweisungen gegenüber Mitmenschen
- die Überzeugung, dass Fehler und Unvollkommenheit eine Gefahr darstellen
- Angst vor Verantwortung
- geringes Selbstvertrauen und das Bedürfnis, eigene Fehler zu vertuschen
- Angst, allein oder auf sich selbst gestellt zu sein
- Panik vor dem Tod naher Mitmenschen oder Haustieren
Dem depressiven Menschen fehlen häufig Selbstvertrauen und eine gesunde, konstruktive Aggression, um mit eigenen Fehlern und Unzulänglichkeiten ohne Selbstzweifel umgehen zu können. Auch der Humor – als Fähigkeit, Dinge mit Abstand, Selbstironie und Zuversicht zu betrachten – ist oft gänzlich abhandengekommen.
Aufgrund ihres Perfektionsanspruches drücken sich depressive Menschen vor Verantwortung, sei dies im Beruf oder im familiären Umfeld. Immer sind sie mit allem überfordert und suchen Wege, aus ihrer Verantwortung herauszukommen.
Der Perfektionsanspruch des depressiven Menschen ist oft begleitet von der Angst, auf sich selbst gestellt zu sein und vor dem Alleinsein. Dies kann insbesondere zu panischen Reaktionen führen, wenn Mitmenschen losgelassen werden müssen oder sterben.
Wie kann man aus einer Depression herausfinden?
Der erste Schritt aus der Depression besteht darin, sich der eigenen Denkweisen und der daraus entstandenen Verhaltensmuster bewusst zu werden.
In der Hypnosetherapie kann der Ursprung dieser perfektionistischen Denkweise sichtbar gemacht werden. Belastende Erinnerungen und Prägungen werden neu betrachtet und in einen anderen Zusammenhang gestellt. Der depressive Mensch erlebt, wann und wie er diese belastende Geisteshaltung entwickelt hat, und erkennt, dass sie heute übertrieben und nicht mehr hilfreich ist. Ihm wird bewusst, wie seine perfektionistische Sichtweise ihm selbst und seinen Mitmenschen schadet und Leiden zufügt.
Ein zentraler Schritt besteht darin, die innere Verknüpfung zu lösen, dass die eigene Fehlerhaftigkeit zu Liebesverlust oder fehlender Wertschätzung führt. Fehler müssen als natürlicher Teil des Lebens verstanden werden, die das Ganze nicht gefährden, sondern zum Menschsein dazugehört.
Gelingt es dem depressiven Menschen, Fehler nicht mehr als Bedrohung, sondern als lustig, spassmachend und das Leben bereichernd zu sehen, dann sind die Chancen gut, dass er seine Depression hinter sich lassen kann. Seine Freude am Leben und an der Verantwortung, die er trägt, kommen auf eine positive Weise zurück. Er entwickelt eine verzeihende, humorvolle Art, mit den Unzulänglichkeiten seines Daseins umzugehen, und wird getragen von einem Selbst- und Urvertrauen.
Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung
Cris Konrad
Hypnosetherapie Haus am Bach
Zürcherstrasse 47.1
8620 Wetzikon